Alles über den Beruf Hundeverhaltensberater

Wann du als Hundeverhaltensberater gefragt bist

Der Mensch als ökologische Nische? Hunde aus dem Tierschutz? Aggression, Angst, Stress? Psychosomatik? Der Hund, der beste Freund des Menschen? Die Grenzen der Anpassungsfähigkeit? Normalverhalten – Verhaltensauffälligkeit – Verhaltensstörung? Tierschutz oder Artenschutz? Ist der Hund ein Wolf?

Die Arbeit des Hundeverhaltensberaters setzt da an, wo die des Familien-Hundetrainers endet. Was tut ein Hundeverhaltensberater im Einzelnen, und braucht er ebenfalls einen § 11 TierSchG?

Alle Antworten auf diese Fragen findest du hier.

Beruf Hundeverhaltensberater: Definition / Beschreibung

Der Hundeverhaltensberater ist auf die Problemlösung im Bereich der Verhaltensauffälligkeiten und Verhaltensstörungen beim Hund spezialisiert und gleichzeitig Experte in Sachen Mensch-Hund-Beziehung. Verhaltensberater sehen, grob gesagt, die sogenannten „Verhaltensstörungen“ als Ergebnis schlechter Lernerfahrung im Bereich der belebten Umwelt. Deshalb haben die Halter selbst einen so hohen Stellenwert für die Ergründung der kausalen Ketten, die für das Fehlverhalten des Hundes verantwortlich sind.

Verhaltensanalyse als wichtiges Werkzeug

Durch die Verhaltensanalyse des Hundes kann der Verhaltensberater, wenn nötig, verhaltenstherapeutische Konzepte erstellen und durch gezielte Beratungs- und Fragetechniken den Tierhalter auf dem Weg zur Lösung seines Anliegens begleiten und unterstützen.

Aggressionsverhalten gegen Familienmitglieder oder Artgenossen, Angst, Zwangsstörungen, Stereotypien, Automutilation, Territorialverhalten, Auffälligkeiten im Sexualverhalten, Hyperaktivität, Trennungsstress und viele andere Verhaltensweisen mehr können zu einem Problem für das Zusammenleben von Hund und Mensch werden und für einen zum Teil erheblichen Leidensdruck bei Hund und Halter verantwortlich sein.

Verhaltensstörungen als belastender Faktor

Viele Hundehalter sind in derartigen Situationen überfordert und suchen Hilfe bei einem versierten Verhaltensberater. Dieser kennt sich nicht nur mit den eigentlichen Verhaltensauffälligkeiten und Verhaltensstörungen der Hunde aus, sondern ist vor allem Experte für die Mensch-Hund-Beziehung.

Ein Großteil der oben aufgeführten Verhaltensstörungen liegt darin begründet, dass das Lebensumfeld und die Lebensbedingungen des Halters die Adaptationsfähigkeiten des Hundes überschreiten. 

Der Halter bestimmt mit seinem Tagesrhythmus, seiner Freizeitgestaltung, der Wahl des Wohnortes etc. im Grunde das Lebensumfeld des Hundes. Etwas überspitzt könnte man formulieren, dass jeder Halter eine spezielle ökologische Nische bildet, an die der Hund sich anpassen muss.

Der Verhaltensberater als Experte

Als Verhaltensberater bist du also Experte darin, nicht nur die Verhaltensprobleme zu erkennen, sondern du kannst vor allem deren Hintergründe und Entstehungsgeschichte analysieren und somit den Halter nicht nur in der direkten Arbeit mit dem Hund, sondern auch in der Entwicklung von Managementmaßnahmen und Veränderungen des Lebensumfelds des Hundes beraten.

Hierzu benötigst du sowohl umfassendes ethologisches als auch physiologisches Wissen in Bezug auf das gesamte Verhaltensrepertoire des Hundes und dessen individuellen ontogenetischen Entwicklung als auch in Bezug auf Fragestellungen zu Verhaltensökologie und Sozialstruktur von Caniden, auch im Vergleich von Stammvater Wolf und domestiziertem Hund.

Phylogenese und Ontogenese als wichtige Faktoren

Gerade die Phylogenese des Hundes, also eben jene Faktoren, die den Hund stammesgeschichtlich zum Hund machen, geben entscheidende Parameter vor, die das Adaptationsvermögen der Hunde an Umwelt- und Haltungsbedingungen limitieren. Sich dieser Hintergründe bewusst zu sein und sie aktiv in ein mögliches Therapiekonzept einzubinden, ist von entscheidender Bedeutung für den Therapieerfolg.

Das Verständnis dieser Zusammenhänge ermöglicht es dir, Normalverhalten von unerwünschten Verhaltensweisen und Verhaltensstörungen zu unterschieden, psychosomatische Symptome zu erkennen und den einzelnen Hund in Bezug auf seine individuelle Persönlichkeit, Befindlichkeit und seine Bedürfnisse in seinem Lebensumfeld unter menschlicher Obhut zu analysieren.

Der Verhaltensberater als Profi im Stressmanagement und für das Lernverhalten

Darüber hinaus bist du Fachmann in Bezug auf die psychosomatischen Verflechtungen, bist sensibilisiert für die körperlichen Anzeichen der Befindlichkeit der Hunde und bist absoluter Experte im Bereich der Stress-Erkennung und -Prävention bei Hunden.

Genauso wichtig wie das ethologische Wissen sind die Kenntnisse der lerntheoretischen Grundlagen von Verhalten, deren Anwendung in der Praxis sowie der Erwerb verhaltenstherapeutischer Analysewerkzeuge und Therapietechniken, die du an den jeweiligen Verhaltenstherapiefall individuell anpasst.

Die Arbeit mit dem Hundehalter

Du arbeitest gleichermaßen mit dem Hundehalter wie mit dem Hund. In der Verhaltensberatung begegnen dir unterschiedlichste Menschentypen, die auf ganz individuelle Weise angesprochen und ernst genommen werden wollen. Dies erfordert ein hohes Maß an didaktischen und kommunikativen Fähigkeiten – und eine nötige Portion Fingerspitzengefühl.

Gerüstet mit all diesen Fähigkeiten, kannst du strukturiert Hintergründe und Umfeld eines Verhaltensproblems analysieren, zielführende Lösungsansätze und Therapiemaßnahmen entwickeln sowie letztendlich Hundehalter erfolgreich bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Therapiemaßnahmen beraten und begleiten. Du ebnest den Weg für ein harmonisches und entspanntes Zusammenleben von Mensch und Hund.

Dank der spezifischen Trainingstechniken aus dem Bereich des Konzeptlernens, des Choice Based Trainings und des Do as I do wirst du das Team auch bei der konkreten Arbeit an seinen gemeinsamen Themen begleiten und unterstützen können. Du wirst geeignete Konzepte und Trainingswege für das individuelle Team erstellen und mit ihm gemeinsam an der konkreten Lösung der Probleme arbeiten können.

Kompetenzen: Was kann ich als Hundeverhaltensberater?

Als Hundeverhaltensberater berätst du Hundehalter bei Problemen, die das entspannte Zusammenleben von Besitzer und Hund einschränken und belasten und hilfst dem Hund-Mensch-Team, diese zu beheben.

Du kannst die Hintergründe eines Verhaltensproblems analysieren, die konkreten Situationen und das Umfeld einschätzen, in denen das belastende Verhalten auftritt, und Lösungsansätze in Form von Therapieplänen entwickeln. 

Mit den erworbenen fachlichen, didaktischen und kommunikativen Fähigkeiten begleitest du den Hundehalter bei der schrittweisen Umsetzung der von dir vorgeschlagenen Maßnahmen.

Transfer von der Theorie in die Praxis

Du hast einen großen Wissensschatz in der speziellen Ethologie des Hundes erworben, insbesondere in den vielfältigen Facetten des Ausdrucksverhaltens und den biologischen Zusammenhängen, in denen bestimmte Verhaltensweisen gezeigt werden.

Du kannst ein vom Hund gezeigtes Verhalten sicher verstehen und einordnen. Du bist profunder Kenner in der Anwendung der Lerntheorie und hast einen weitgefächerten verhaltenstherapeutischen „Werkzeugkoffer“. Damit kannst du auch in schwierigen und scheinbar „hoffnungslosen Fällen“ auf ein umfangreiches Repertoire von geeigneten Therapiemaßnahmen zugreifen und sie professionell umsetzen.

Befindlichkeit und Emotion als Gamechanger

Du weißt, wie Befindlichkeiten und Emotionen die aktuelle Motivationslage und damit auch die Lernbereitschaft des Hundes beeinflussen.

Die Beziehungsdynamik zwischen Mensch und Hund, die zentral für das Verständnis eines Verhaltensproblems ist, beziehst du in all ihre verhaltenstherapeutischen Überlegungen und Maßnahmen ein.

Du bist geschult in der Wahrnehmung der jeweiligen Persönlichkeit des Hundehalters und dessen Einfluss auf seinen Umgang mit dem Hund.

Du weißt um die rassespezifischen und individuellen Persönlichkeiten der Hunde, ihre ganz spezifischen Fähigkeiten, Motivationslagen und die Grenzen ihrer Anpassungsfähigkeit. Als Verhaltensberater arbeitest du im ersten Schritt deiner Arbeit vor allem mit dem Hundehalter. Du zeigst Geschick und Empathie im Umgang mit dem Kunden und kannst dich flexibel auf verschiedene Menschentypen einstellen.

Du findest die passende Ebene, auf der dein Kunde die Beratung versteht und annehmen kann. Auch die Anleitung von praktischen Übungen im Rahmen der Umsetzung eines Therapieplanes gehört zum Aufgabenbereich eines Verhaltensberaters.

Im zweiten Schritt entwickelst du auf der Basis deiner Erkenntnisse hochindividuelle Trainingspläne für das jeweilige Team und führst sie gemeinsam durch.

Hierbei kommen vor allem Trainingstechniken aus dem Bereich des Konzeptlernens und des Choice Based Trainings zum Einsatz, sodass du auch mit traumatisierten, verhaltensauffälligen und verängstigten Tieren arbeiten kannst. 

Damit liegen deine Kompetenzen vor allem im individuellen Einzeltraining und unterscheiden sich deutlich von denen der klassischen Hundeschule.

Die Schlüsselkompetenzen des Hundeverhaltensberaters

Als Verhaltensberater hast du ein umfassendes theoretisches Fundament zur allgemeinen und speziellen Ethologie des Hundes und Lerntheorie sowie zur Analyse und Behandlung aller Verhaltensprobleme. Eine gute Beobachtungsgabe ermöglicht es dir, das Ausdrucksverhalten von Hund und Hundehalter genau zu lesen und daraus für Analyse und Beratung wertvolle Schlüsse über die Gestimmtheit von Hund und Mensch zu ziehen. Auch für das richtige Timing und Geschick bei Durchführung und Anleitung von praktischen Übungen ist eine geschulte Beobachtungsgabe unerlässlich.

Analytisches Denken

Analytisch-strukturiertes Denken hilft dir bei zielführenden Fragen im Rahmen der Anamnese, bei der Auswertung der gesammelten Informationen, der Erstellung eines in sich schlüssigen und für den Kunden nachvollziehbaren Therapieplans und der Beurteilung all der Unwägbarkeiten, die sich im Laufe des Beratungsprozesses entwickeln können.

Didaktik und Kommunikation

Deine didaktischen Fähigkeiten, insbesondere die Fähigkeit, den Kunden dort „abzuholen“, wo er sich gerade befindet, helfen dabei, dass der Hundehalter die vorgeschlagenen Therapie- und Trainingsmaßnahmen auch wirklich umsetzen kann.

Mit einer empathischen und wohlwollenden Gesprächsführung gewinnst du das Vertrauen deines Kunden und kannst ihn so auch in schwierigen und herausfordernden Momenten stützen und begleiten.

Freude an dynamischen Prozessen

Ein einmal erstellter Therapieplan muss laufend an die aktuelle Entwicklung und die Erfordernisse im Therapieprozess angepasst werden. Die Beratung ist ein dynamischer Prozess. Dies erfordert ein hohes Maß an innerer Elastizität im Denken und Flexibilität im Handeln.

Resilienz und die Fähigkeit, sich von belastenden Arbeitssituationen abgrenzen zu können, unterstützen dein persönliches Arbeitsklima in schwierigen Zeiten.

Organisationstalent

Auch organisatorisches Geschick und kaufmännische Grundkenntnisse brauchst du – zur Erzielung eines angemessenen Lohns für deinen geleisteten Arbeitsaufwand.

Und nicht zuletzt bist du beseelt von dem tiefen Wunsch, einen Beitrag zu leisten zum Wohl von Mensch und Hund – und dadurch eine tiefe Zufriedenheit und Erfüllung zu erfahren!

Du willst mehr zur Ausbildung Hundeverhaltensberater wissen?

Spezialisierung und besondere Aufgabenfelder

Es eröffnet sich dir als Hundeverhaltensberater ein vielfältiges Arbeitsfeld.

Beginnst du neu als Hundeverhaltensberater, startest du mit einem Beratungsangebot, welches deinem persönlichen Können, deinen Fähigkeiten und Erfahrungen in Theorie und Praxis angepasst ist. Darauf aufbauend entwickelst und erweiterst du kontinuierlich dein Beratungsangebot.

Dein Schwerpunkt liegt dabei auf der Beratung der Hundehalter und dem sich daraus ergebenden individuellen Einzeltraining für die Hund-Mensch-Teams. Dabei stehen in erster Linie Verhaltensauffälligkeiten, Verhaltensstörungen und Problemverhalten im Zentrum deines Tuns.

Wenn du daran denkst, dich nicht nur auf den Umgang mit Problemverhalten zu spezialisieren, sondern ergänzend eine Hundeschule aufbauen möchtest, die sich mit dem Normalverhalten von Hunden und Gruppenstunden beschäftigt, und die sowohl ein Standbein in der Verhaltensberatung als auch ein Standbein im Anbieten von Hundekursen hat, kannst du bei der ATN den Lehrgang zum Verhaltensberater mit der Ausbildung zum Hundetrainer kombinieren.

Hundeverhaltensberatung und Hundetrainer in Kombination

Bist du bereits erfahrener Hundetrainer und erwirbst die Qualifikation „Hundeverhaltensberatung“, erweiterst du in idealer Weise dein Angebot mit individuell zugeschnitten Beratungs- und Therapieangeboten.

Verhaltensberater arbeiten primär mit privaten Kunden, sind aber auch eine wichtige Anlaufstelle in der Beratung von Tierheimen und anderen Tierschutzeinrichtungen. Auch die Erstellung von Gutachten zu verhaltensauffälligen Hunden in öffentlichem Auftrag gehört zum Arbeitsfeld des Verhaltensberaters.

Körper und Psyche des Tieres dürfen nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Das Wissen über eben diese Verbindung liefert wichtige Informationen für Verhaltensberatung und -therapie.

Der Weg zum Ziel: Breit aufgestellt in Theorie und Praxis

Wie du gesehen hast, verlangt die Tätigkeit des Hundeverhaltensberaters ein anspruchsvolles fachliches Fundament sowohl in den allgemeinen Verhaltenswissenschaften, der Ethologie von Wolf und Hund als auch im Verständnis von Kognition, Erleben und Befindlichkeiten beim Tier. Lerntheoretische Erkenntnisse und deren Anwendung in der Praxis sowie verhaltenstherapeutische Analysewerkzeuge, Therapietechniken, passend zu den vielfältigen verhaltenstherapeutischen Problemfeldern, bilden das Herzstück des Wissens eines Hundeverhaltensberaters, ergänzt durch kommunikative und didaktische Fähigkeiten und Grundlagen in Ernährung, Gesundheit und Recht.

 

Die Ausbildung an der ATN

Die ATN unterstützt dich beim Erwerb dieser Kenntnisse durch eine Ausbildung mit umfangreichen Selbstlernphasen für die theoretischen Inhalte, kombiniert mit regelmäßigen Online-Meetings, in denen du deine Fragen und kritische Themen mit deinen Tutoren und Dozenten diskutieren kannst. Fotomaterial, Grafiken, Lehrvideos und vieles mehr erleichtern dir das Lernen. Die Lerninhalte werden dir auf einer hochmodernen multimedialen Software-Plattform (Atmentis) vermittelt, die dir neben dem Zugriff auf deine Lerninhalte auch den zeitnahen Austausch mit Mitschülern und Tutoren ermöglicht. In den Online-Meetings kannst du die Themen der Ausbildung vertiefen, mit Videobeispielen den Transfer in die Praxis üben, Fallbeispiele analysieren, Theorien und Konzepte diskutieren und so das erworbene Wissen immer mehr zu deinem eigenen machen.

Praxis-Lehrgang Hundeverhaltenstraining

Du hast die Möglichkeit, ergänzend zum Hundeverhaltensberater das umfangreiche Praxispaket zu buchen, das dir alle wichtigen Werkzeuge für die Verhaltenstherapie an die Hand gibt. Mit dem Praxislehrgang “Hundeverhaltenstraining” erwirbst du die anwendungsbezogene Kompetenz zur Ausarbeitung von Anamnesen, zur Entwicklung von Therapieplänen und im Anleiten von praktischen Trainingseinheiten sowie in der Gestaltung des optimalen Umfeldes und zielführender Gesprächsführung in Form von Praxisseminaren in Präsenz und online. Wenn du mit der mündlich-praktischen Prüfung abschließt, erhältst du das Abschlusszeugnis „Hundeverhaltensberater & Verhaltenstrainer.“

Dieser Abschluss erleichtert es dir in vielen Fällen, die erforderliche behördliche Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 (f) TSchG zu erhalten.

Wichtigste Elemente und Merkmale der Hundeverhaltensberatung

Im Zentrum der Tätigkeit des Hundeverhaltensberaters steht die Beziehung zwischen Mensch und Hund, die aus dem Gleichgewicht geraten ist. Verhaltensprobleme führen zu Belastung, Stress und Leidensdruck. In diesem Umfeld ist der Verhaltensberater gefragt und gefordert.

Dies verlangt profundes Fachwissen in den Verhaltenswissenschaften wie auch in Theorie und Praxis der Verhaltensanalyse und Verhaltenstherapie. Grundlagen aus den Bereichen der Haltung, Ernährung, Gesundheit, Zucht, Rassenkunde und Erziehung des Hundes sind vorhanden.

Der Verhaltensberater: Experte für das Denken und Erleben der Hunde

Der Verhaltensberater hat tiefes Verständnis für das Denken und Erleben von Tieren und die Dynamik von Mensch-Tier-Beziehungen. Die ganz individuelle Persönlichkeit des Tieres und des Menschen steht im Fokus seiner Betrachtung, seiner Analyse und Beratung.

Die Fähigkeit zur Anleitung von praktischen Trainingseinheiten ergänzt die analytisch-strukturierenden und beratend-therapeutischen Aufgaben des Hundeverhaltensberaters.

Das Beratungsgespräch

Aufmerksam zuhören, geschickt und zielführend Fragen stellen, sich einstellen können auf unterschiedlichste Persönlichkeiten, den Kunden und den Hund fördern und fordern, aber nicht überfordern … – didaktische und kommunikative Kompetenzen sind essenziell für den Erfolg seiner Arbeit.

Der zum Teil massive Leidensdruck, unter dem die Kunden und ihre Hunde stehen, die dich aufsuchen, können für dich als Verhaltensberater durchaus seelisch belastend und manchmal auch frustrierend sein. Es braucht Resilienz, Nervenstärke und auch die innere Abgrenzung für das langfristige freudvolle Arbeiten in diesem Beruf.

Im Zentrum steht die Beziehung zwischen Mensch und Hund

Voraussetzungen und Qualifikationen

Für den Lehrgang „Hundeverhaltensberater“ gibt es bei der ATN AG keine Aufnahmebeschränkungen; allerdings ist der Stoff durchaus anspruchsvoll.

Qualifikationen und Praxisseminare

Solltest du im Rahmen deiner beruflichen Tätigkeit Kunden im Umgang mit ihren Hunden praktisch anleiten, besteht in Deutschland die Voraussetzung, dass du die Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 (f) TSchG erworben hast.

Entweder  hast du bereits eine Zulassung nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 (f) TSchG, oder du absolvierst den Lehrgang „Hundeverhaltensberater“ gemeinsam mit dem Praxislehrgang „Hundeverhaltenstraining“ und unterziehst dich der praktisch-mündlichen Abschlussprüfung.

Berufsalltag und Tätigkeiten eines Hundeverhaltensberaters

Deine Tätigkeit ist in großen Teilen beratender Natur. Die Kontaktaufnahme eines Kunden findet in der Regel via Telefon oder E-Mail-Kontakt statt. Daran schließt sich ein ausführliches Beratungsgespräch mit Halter und Hund in der Beratungsstelle des Verhaltensberaters an oder beim Kunden zu Hause in dessen alltäglichem Lebensumfeld.

Die Aufgaben im Berufsalltag

Das gut geschulte Auge des Verhaltensberaters beobachtet genau und kann aus Verhalten und Ausdruck von Halter und Hund wichtige Botschaften für Verhaltensanalyse und Beratung entnehmen. Der Verhaltensberater ist ein guter Zuhörer und kann aus dem Gespräch mit dem Hundehalter wichtige Hinweise entnehmen, die ihn zu weiteren zielführenden Fragen veranlassen.

Es werden erste Handlungsanweisungen zur Gestaltung des Lebensumfeldes, eventuell nötige Sicherheits- und erste Therapiemaßnahmen vorgeschlagen. Daran schließen sich in der Regel weitere Beratungstermine an, in denen auch praktische Übungen aus dem Trainingsalltag angeleitet werden können.

Konzept- und Therapieplan-Erstellung

Ausreichend Zeit muss für die Erstellung eines Trainingsplanes eingeplant werden und auch für dessen Weiterentwicklung, angepasst an den Erfolg der empfohlenen Therapiemaßnahmen. Die Entwicklung eines fundierten Therapieplans verlangt eine solide Wissensbasis, analytische Fähigkeiten und ein flexibles Sich-Einlassen auf das jeweilige Mensch-Hund-Team mit ganz individuellen Persönlichkeiten und Beziehungsqualitäten.

Lesen aktueller Fachliteratur, Besuch von Fortbildungen und Fachkongressen sowie auch der Austausch mit Kollegen erweitern stetig das Wissensspektrum des Hundeverhaltensberaters.

Wichtige Organisation

Die Zeit für das Organisatorische ist nicht zu unterschätzen. Termine müssen koordiniert werden, das Fortschreiten der empfohlenen Therapiemaßnahmen muss protokolliert werden, die laufenden Eingaben und Ausgaben kalkuliert und verwaltet werden.

Bei deiner Arbeit hast du stets die rechtlichen Vorschriften und ethischen Rahmenbedingungen im Blick. Durch deine Tätigkeit trägst du maßgeblich zum Wohlbefinden der Hunde deiner Kunden bei und leistest damit direkt einen Beitrag zum Tierschutz.

Bewertungen zur Hundeverhaltens­berater Ausbildung

Stefanie
Stefanie
Rundum zufrieden. Die Ausbildung ist umfassend und vielseitig. Wissenschaftlicher Hintergrund und Praxisbezug werden gleichermaßen berücksichtigt und greifen ineinander. Gute Organisation, Betreuung und Atmosphäre. Aktuelle Entwicklungen und Themen werden aufgegriffen und angemessen diskutiert. Viele sehr interessante fakultative Zusatzangebote ermöglichen eine Spezialisierung.
Gudrun
Gudrun
Einfach nur Top! Man kann sich die Zeit weitestgehend selbst einteilen. Es gibt viele sehr informative Online- und Präsenztermine. Die Dozenten und Vortragenden sind sehr gut und ich habe bei den von Ihnen gemachten Aussagen ein gutes Gefühl und glaube auf dem richtigen Weg zu sein. Bin mit Eifer dabei- so gut es geht neben einen mehr als Vollzeitjob.
Ramona
Ramona
Sehr zufrieden mit Dozenten und Material. Sehr kompetente , freundliche Dozenten und Tutoren . Bei Fragen oder Anmerkungen oder ähnliches wurde zeitnah geantwortet und reagiert. Das Studienmaterial , die Vielfälltigkeit an Lehrmaterial wie Skripte ,Videos , Meetings und Webinare waren super hilfreich und interessant. Wenn im Skript für mich etwas unklar war, konnte ich es auf andere Weise nochmal lernen.
Melanie
Melanie
Sehr vielseitige Ausbildung. Ich komme nicht vom Fach sonder bin „nur“ Hundehalter. Ich möchte mich jedoch im Bereich aus- und weiterbilden und da war ATN meine erste Wahl da ich von vielen verschiedenen Hundetrainern gehört habe dass die Ausbildungen sehr gut sind. Bisher alles super, gut aufgebauter Onlinecampus, Sekretariat sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Bin gespannt auf den weiteren Verlauf und werde weitere Kurse buchen um mich in dem Bereich weiterzubilden.
Reinhold
Reinhold
Positive Erfahrungen mit einem kompetenten Team. Durch die professionelle Arbeit aller Tutoren fühlt man sofort die richtige Entscheidung für diesen Kurs getroffen zu haben. Die Wissensvermittlung wird sehr gut und verständlich transportiert. Bei Unklarheiten wird prompt mit freundlichen Antworten reagiert . Herzlichen Dank an das gesamte ATN-Team.
Arline
Arline
Umfangreiches Studium. Ich bin selbstständig und habe eine mobile Hundeschule und eine Kleintierpension, habe Kinder und Haushalt. Es gehört schon einiges an Organisation und Disziplin die Inhalte durchzuarbeiten. Die Skripte sind oft sehr umfangreich, ich lasse mir die Skripte vorlesen und schreibe mir die wichtigsten Sachen raus. Die Webinare sind sehr lehrreich und gut. Man sollte einige Stunden in der Woche aufbringen, um zu lernen, da man sonst hinterher hängt, also wenn man Vollzeit arbeitet, finde ich es schon schwierig sein Pensum zu schaffen. Ich kann nur empfehlen, sich einen festen Plan zu machen.

Dies ist nur ein Auszug unserer über 400 Bewertungen bei Fernstudiumcheck.de.

Das Arbeitsumfeld des Hundeverhaltensberaters

Angestellt oder selbstständig?

Hundeverhaltensberater arbeiten meist als Selbstständige. Beratungstermine finden häufig im häuslichen Umfeld des Kunden statt. Zur Lösung von Problemen, die unterwegs beim Spaziergang auftreten, werden häufig öffentliche Plätze und Wege aufgesucht.

Eine stationäre Beratungsstelle, idealerweise mit einer umgrenzten Grünfläche zum praktischen Anleiten von Übungen, ist von Vorteil, aber nicht unbedingt notwendig für die erfolgreiche Arbeit eines Hundeverhaltensberaters.

Hauptberuf oder Nebenerwerb

Zu Beginn ihrer Tätigkeit arbeiten Hundeverhaltensberater häufig im Nebenerwerb, was sich im Laufe der Zeit zur Arbeit im Vollerwerb entwickeln kann.

Ratsuchende Hundehalter wenden sich gerne zuerst an die Hundeschule, in welcher sie bereits an verschiedenen Angeboten wie Welpen- und Junghundekursen teilgenommen haben. ATN-Hundetrainer, die eine Hundeschule aufbauen, haben ihre Ausbildung häufig mit dem ATN-Lehrgang zum Hundeverhaltensberater kombiniert, um ihr Angebot zielgerichtet auf Beratungs- und Therapieangebote auszuweiten.

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